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20.02.2020, 08:05

Gewinnung in allen Revieren rückläufig

Gewinnung in allen Revieren rückläufig

BERLIN. (DEBRIV) Die inländische Braunkohlenförderung lag in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres mit 98,6 Millionen Tonnen (Mio. t) um etwa 22 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Die Gewinnung verringerte sich in allen Revieren: Im Rheinland sank die Förderung um 27,7 Prozent, in Mitteldeutschland betrug der Rückgang 24,4 Prozent und in der Lausitz verringerte sich die Produktion um 13,1 Prozent. Gründe für diese Entwicklung sind die Sicherheitsbereitschaft weiterer Kraftwerke, die deutliche Zunahme der Stromerzeugung aus Wind- und PV-Anlagen, die Minderförderung im Tagebau Hambach als Folge des OVG-Beschlusses sowie eine im Vorjahresvergleich größere Zahl von Kraftwerksrevisionen. Die Veränderungen bei der Gewinnung entsprechen weitgehend der jeweiligen Entwicklung der Lieferungen an die Kraftwerke der allgemeinen Versorgung, die insgesamt um 23,7 Prozent auf 86,6 Mio. t zurückgingen. Die Stromerzeugung der Braunkohlenkraftwerke erreichte eine Höhe 85,7 Terawattstunden (TWh) und war damit um 23 Prozent unter dem Vorjahr. Der Beitrag der Braunkohle zum Primärenergieverbrauch lag nach neun Monaten bei 29,8 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Das entspricht einem Anteil von 9,4 Prozent (Vorjahr: 11,8 Prozent). Für das Gesamtjahr erwartet der DEBRIV einen Braunkohlenverbrauch in Deutschland in Höhe von 40,0 Mio. SKE oder 1.174 PJ. Das wäre gut ein Fünftel weniger als 2018.

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