empfehlen drucken kommentieren
18.02.2020, 12:25

Emissionsrelevanter Energieverbrauch gesunken

Emissionsrelevanter Energieverbrauch gesunken

WIESBADEN. – Der direkt mit Treibhausgas- und Luftschadstoffemissionen verbundene Energieverbrauch in Deutschland ist zwischen 2010 und 2017 um 4,7 Prozent zurückgegangen. Dazu zählen die Verbräuche, bei denen hauptsächlich CO2 emittiert wird. Darunter fällt auch die Nutzung von Biomasse. Sekundärenergieträger wie Strom und Fernwärme, aber auch Kernkraft und Energie aus bestimmten erneuerbaren Quellen wie beispielsweise Wind- und Wasserkraft sind dagegen nicht enthalten.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, trug im Jahr 2017 überwiegend der Verbrauch von Mineralölen (36,0 Prozent), Gasen (27,4 Prozent) und Kohle (23,1 Prozent) zum emissionsrelevanten Energieverbrauch bei. Auf erneuerbare Energien, etwa Holz, Biodiesel oder Siedlungsabfälle entfielen 9,5 Prozent.

Treibende Kraft für den Rückgang war der Kohleverbrauch, der zwischen 2010 und 2017 um 10,9 Prozent sank. Beim Verbrauch von Gasen und Mineralölen wurden im gleichen Zeitraum 4,6 Prozent beziehungsweise 1,9 Prozent eingespart.

Den höchsten Anteil der emissionsrelevanten Energie (33,9 Prozent) verwendete im Jahr 2017 der Energiesektor. Dabei wurde lediglich ein geringer Teil dieser Energie im Energiesektor selbst genutzt. Der weitaus größere Teil wurde zur Erzeugung von Strom und Wärme zum Verbrauch in der Industrie, privaten Haushalten und bei anderen Abnehmern eingesetzt.

Den zweitgrößten Anteil von 25,8 Prozent verwendeten die privaten Haushalte, vorrangig in Form von Gas oder Heizöl zum Betrieb von Heizungen und als Otto- und Dieselkraftstoffe. Darauf folgten das Verarbeitende Gewerbe mit 19,1 Prozent sowie die Verkehrs- und Lagerdienstleistungen, die den öffentlichen Personennahverkehr, innerdeutsche Flüge und weitere Transportdienstleistungen wie beispielsweise den Gütertransport auf Straße, Schiene sowie in der See- und Binnenschifffahrt umfassen, mit 10,4 Prozent.

Zwischen 2010 und 2017 ging der emissionsrelevante Energieverbrauch im Energiesektor um 9,8 Prozent zurück. Bei den privaten Haushalten sank er um 8,0 Prozent. Dagegen stieg im gleichen Zeitraum der emissionsrelevante Energieverbrauch im Verarbeitenden Gewerbe um 4,8 Prozent und bei den Verkehrs- und Lagerdienstleitungen um 6,7 Prozent.

Nach Auswertung der Denkfabrik Agora Energiewende sanken die CO2-Emissionen in Deutschland im Jahr 2019 insgesamt sogar auf ein Rekord-Tief – im Vergleich zu 1990 um etwa 35 Prozent.

«zurück

Neuen Kommentar hinzufügen

Bitte beachten Sie, dass in Ihrem Kommentar aus sicherheits- und datenschutzrechtlichen Gründen keine Links platziert werden können.

Kommentare


Es wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt.