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11.05.2012, 09:00

Braunkohletag: Vielfalt sichert Versorgung

COTTBUS. - Die Bedeutung der Braunkohle für die Sicherheit der Stromversorgung nimmt in Deutschland zu. „Als witterungsunabhängige heimische Energie wird Braunkohle immer wertvoller“, erklärte der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Braunkohlen-Industrie-Vereins (DEBRIV), Dr.-Ing. Johannes Lambertz, anlässlich der Eröffnung des Braunkohlentages 2012 in Cottbus. Zwar sei es unter hohen Anstrengungen möglich, die abgängige Leistung der Kernkraftwerke durch den Ausbau erneuerbarer Energien auszugleichen, die witterungsabhängige Einspeisung von Strom aus den Energiequellen Sonne und Wind könne jedoch nicht den gleichen Grad an Versorgungssicherheit gewährleisten. Damit bleiben die verfügbaren Braunkohlen-, Steinkohlen- und Gaskraftwerke für die Gewährleistung der Stromversorgung in Deutschland unverzichtbar. Verlangt wird dabei ein gesteigertes Maß an Flexibilität, dieser Anforderung können Braunkohlenkraftwerke entsprechen. Der DEBRIV-Vorstandsvorsitzende fasste die energiepolitische Empfehlung in die These: "Energiewirtschaftliche Stabilität gibt es nur durch Vielfalt".

Die Braunkohlenindustrie blickt nach den Worten des Verbandsvorsitzenden auf ein gutes Jahr 2011 zurück. Die Akzeptanz in den Regionen sei gut und die Rahmenbedingungen bezeichnete Lambertz "als angemessen". Die Braunkohlenförderung stieg leicht auf 176,5 Millionen Tonnen (Mio. t). Mit 160 Mio. t wurden rund 90 Prozent der Förderung zur Stromerzeugung eingesetzt. Die Bruttostromerzeugung erreichte eine Höhe von 153 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh). Damit lag die Stromerzeugung aus Braunkohle in etwa auf dem Niveau der zurückliegenden 10 Jahre. 2011 stammte erneut jede vierte Kilowattstunde Strom in Deutschland aus Braunkohle. Die Braunkohle war damit der wichtigste Energieträger in der Stromerzeugung und zugleich auch der wichtigste heimische Energieträger insgesamt.

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