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26.03.2018, 08:23

Für gesunde Zahnräder

Für gesunde Zahnräder

ULM. - So wie moderne Motoröle in Oldtimern fehl am Platz sind, gehören auch moderne Getriebeöle nur in moderne Fahrzeuge. Denn die neuen Öle sind in der Regel zu dünnflüssig für alte Getriebe. Und die Materialverträglichkeit spielt eine große Rolle: Denn in vielen Getrieben von Oldtimern geht es bunt zu, vor allem in denen, die vor 1950 gebaut wurden. Damals wurden noch Buntmetalle wie Bronze sowie Weißmetalle oder Legierungen damit verwendet. Und diesen bekommen die in modernen Getriebeölen enthaltenen Zusätze, so genannte Additive, nicht. „Sie greifen die Metalle an. Außerdem ist die Additivierung in den API-Klassen GL 5 und 4 für Oldtimer schlichtweg überdimensioniert“, weiß Oliver Kuhn. Er ist der stellvertretende Laborleiter für Schmierstoffe bei Liqui Moly.

Die Klassifizierung von Getriebeölen beruht auf dem American Petroleum Institute (API) und reicht von API GL 1 bis API GL 5. Einfach ausgedrückt: Je höher die Zahl, desto moderner ist das Öl und entsprechend höher ist die Additivierung. „Früher waren Schalt- und Achsgetriebe getrennt und damit auch die Eigenschaften für das jeweilige Getriebeöl klar definiert“, erläutert Oliver Kuhn. Schaltgetriebe waren vor allem auf ihr Verhalten gegenüber den Synchronringen ausgelegt und mit weniger bzw. milderen Zusätzen versehen. Weil in Achsgetrieben deutlich höhere Drücke herrschen, waren diese Schmierstoffe entsprechend höher additiviert.

Da Oldtimer fast ausschließlich im Sommer bewegt werden, sind beide Getriebeöle etwas dicker eingestellt und die Grundöle dem Alter der Fahrzeuge angepasst.

Während das Classic Getriebeöl SAE 140 für Schaltgetriebe klassischer Fahrzeuge und für gering belastete Achsgetriebe geeignet ist, darf das SAE 90 ausschließlich in Schaltgetrieben eingesetzt werden.

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