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12.06.2012, 15:06

Raffinierte Zweitverwertung

In Alttröglitz, wenige Kilometer vor der Stadt Zeitz im Süden von Sachsen-Anhalt, ist Puralube dem Hausprospekt zufolge „two steps beyond the future“ – zwei Schritte weiter als die Zukunft. Wer sich die Raffinerie einmal aus der Nähe anschaut, kann für sich entscheiden, was er für diese beiden Schritte hält: Da wäre der erfolgreiche Aufbau zweier moderner Anlagen, die Gebrauchtöl zu hochwertigen API-Gruppe-II-Basisölen aufbereiten. Oder der Zweiklang aus ökologischem und ökonomischem Nutzen denn natürlich ist der umweltbewusste Umgang mit Altöl als wertvoller Rohstoff nicht nur politisch gewollt, sondern auch eine profitable Geschäftsidee.

Am Anfang war das Wort. Auf Einladung der UNITI nämlich referierte Harry Wadle, Vertriebler bei Puralube, beim Mineralöltechnologieforum über „Die andere effiziente Art der Basisöl-Herstellung" durch Zweitraffination. Was daran „anders“ und „effizient“ ist, wollte das Brennstoffspiegel-Team nahe Zeitz vor Ort erfahren. Dort, wo sich schon zu DDR-Zeiten ein bedeutender Raffineriestandort befand, hat die deutsche Tochter des gleichnamigen US-Konzerns Puralube in den Jahren 2004 und 2008 sukzessive zwei Anlagen in Betrieb genommen, in denen Altöl rückstandsfrei zu verkaufsfertigen Produkten aufbereitet wird

 „Zur Wende war hier erst einmal alles platt“, antwortet Wadle auf die Frage, wie viel Alt-Substanz man denn hätte ins 21. Jahrhundert hinüber retten können oder wollen. „Nichts“ wäre dennoch die falsche Antwort. Denn etliche Strukturen waren immerhin da, sowohl infrastrukturell unter der Erde als auch personell in Form von qualifizierten Arbeitskräften. ...>


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