BERLIN. - Das Weltmeisterteam von Red Bull Racing vertraut Vincent Fournier. Der Motorsport-Ingenieur von Total macht unter den harten Wettbewerbsbedingungen eines Formel 1-Laufs den Unterschied. Als Renningenieur berät er das Team um Doppelweltmeister Sebastian Vettel und Mark Webber, damit die beiden Spitzenfahrer auf den Rundkursen der Königsklasse die entscheidenden Zehntelsekunden schneller fahren.
Während des Rennens kann Vincent Fournier mit seinem Spezialwissen über Sieg oder Niederlage entscheiden. Als Motorsport-Ingenieur kalibriert, misst und analysiert er Formel 1-Rennwagen. Seit 2008 arbeitet er im Auftrag von Total als Schmierstoff- und Treibstoff-Analytiker für das Red Bull Racing Weltmeisterteam.
Ein Rennwochenende beginnt für Vincent Fournier bereits am Mittwochnachmittag und endet erst am späten Sonntagabend. Kurz nach seiner Ankunft an der Rennstrecke packt Fournier in der Team-Box seine wichtigsten Arbeitsgeräte aus. Chromatograph und Spektrometer werden kalibriert, denn die hochsensiblen Gerätschaften liefern Daten zur Performance der von ihm betreuten Formel 1-Rennwagen. „Ich bin bei Red Bull Racing zuständig für die Schmierstoff-Analysen und Kraftstoff-Checks“, sagt Fournier.
Seine Analysen sind für das Team enorm wichtig – nicht nur, um sicherzustellen, dass die strengen FIA-Regulationen eingehalten werden, sondern auch, um Problemstellen möglichst frühzeitig zu erkennen. Denn die Untersuchung von Kraftstoff, Motorenölen und Schmierstoffen, die der Renningenieur durchführt, sind für ihn so aufschlussreich wie ein großes Blutbild des Patienten für einen Arzt.
„Das Hochleistungsöl der Achtzylinder-Boliden analysiere ich mit dem Spektrometer beim Boxenstopp fast in Echtzeit. Schon nach vierzig Sekunden ist klar, wie hoch der Metallgehalt ist. Daraus leite ich im Vergleich zu vorherigen Messungen ab, bei welchen Motorkomponenten es Probleme gibt bzw. ob welche auftreten können“ sagt Fournier. Der Formel 1-Motorsport spielt sich im Spannungsfeld von maximaler Leistung, absoluter Zuverlässigkeit und minimalem Verbrauch ab. Deshalb ist eine permanente Kontrolle der Motorparameter rennentscheidend. Insbesondere seitdem die FIA jedem Fahrer nur acht Triebwerke pro Saison erlaubt, die auch für die gesamte Saison reichen müssen.
Wenn am 18. März die Formel 1 Saison mit dem Großen Preis von Australien 2012 in Melbourne beginnt, wird Vincent Fournier wieder dabei sein. Ob das Team von Red Bull Racing die Erfolge der letzten Jahre 2012 übertreffen kann? „Nach Mark Webbers unvergesslichem Sieg 2010 in Monaco und Sebastian Vettels WM-Titel in Abu Dhabi dachte ich eigentlich, besser könnte es nicht kommen. Aber 2011 war genauso unglaublich – ich bin wirklich stolz, Teil dieser Partnerschaft zu sein!“
Mit den Änderungen, die zum 1. Januar 2011 in Kraft getreten sind, wurden die Vorschriften für ADR-Schulung umfassend überarbeitet. In diesem Zusammenhang enthält das Buch den notwendigen Inhalt für die Beförderung von Mineralölprodukten.

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