NEU DELHI. (Ceto) Was passieren kann, wenn eine Energiewende schief geht, zeigte sich gestern in Indien: Nach einem Blackout waren Millionen Menschen im Norden des Landes mehr als sechs Stunden von der Stromversorgung abgeschnitten. Besonders betroffen waren Medienberichten zufolge Neu Delhi und die Staaten Jammu und Kaschmir, Punjab, Rajasthan und Uttar Pradesh. Dort leben rund 28 Prozent der rund 1,2 Milliarden Inder. Offenbar wegen zu hoher Nutzung (es gibt Zuteilungsquoten) brach das gesamte Netz zusammen. Es ist der größte Blackout seit elf Jahren. In Neu Delhi stand die U-Bahn vollständig still. Auch oberirdisch war der Blackout problematisch: Der Zugverkehr kam zum Erliegen, im morgendlichen Berufsverkehr funktionierten die Ampeln nicht und auch die Wasserversorgung brach zusammen, weil Pumpen elektrisch betrieben werden. Indiens Stromversorgung basiert auf Kohle - und ein uraltes Leitungssystem. Bei hoher Nachfrage sind Engpässe keine Seltenheit.
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