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Top-Themen aus dem Heft
Mannschaftsspiel
Ist der Gasmarkt ein neues Standbein für den Energiehändler? Liegt die Zukunft flüssiger Brennstoffe im Bio? Was bringt die neue Norm für Holzpellets? Sind Mikro-KWK und ölbetriebene Wärmepumpe erfolgversprechende Techniken? Und wie vermeidet der Unternehmer Forderungsausfälle? Antworten auf diese und weitere Fragen erhielten die rund 250 Teilnehmer auf der gemeinsamen Verbändetagung von BBMV, gdbm Nord und VEH in Würzburg.
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„Bio“ – Wohin geht die Reise?
„Die Zukunft der flüssigen Brennstoffe liegt im Bio!“ So der Titel einer Podiumsdiskussion auf dem Verbändekongress von BBMV, gdbm Region West und VEH am 9. Juli in Würzburg. Doch zwischen gemeinsamem Wollen und der praktischen Umsetzung liegt noch ein ganzes Stück Arbeit. Das zeigten die Meinungen der Diskussionsteilnehmer.
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Korrelation zwischen Labortests und Praxis bei der Untersuchung von Metallbearbeitungsölen
Im Rahmen einer Produktentwicklung werden unterschiedlich additivierte nicht-wassermischbare Kühlschmierstoffe labortechnisch und praktisch (bei Verschleiß-Messungen) untersucht. Von den Laboruntersuchungen war nicht nur eine Abschätzung der Schmierstoff-Eigenschaften (unter bestimmten Bedingungen) erwartet worden, sondern auch eine gewisse Korrelation zur Praxis.
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Themen 01/2010 > „Grünes Säbelrasseln“ - Beschleunigt d... [1/3] Nächste Seite
„Grünes Säbelrasseln“ - Beschleunigt die Klimapolitik den Klimawandel? - Seite 01

Die derzeitige Umweltpolitik ist nicht in der Lage, den Klimawandel zu stoppen – sie beschleunigt ihn sogar. Das sagt der renommierte Ökonom Prof. Dr. Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung. BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau sprach am 9. Dezember mit dem Wirtschaftsexperten über Weltklima, CO2-Emissionsrechtehandel, Klimaskeptiker und darüber, was sich seiner Ansicht nach in der Politik ändern muss.


Foto: ifo
Herr Professor Sinn, Sie haben den Begriff des „grünen Paradoxons“ geprägt. Laut Definition ist das ein unauflösbarer, aber auch unerwarteter Widerspruch. Was ist aus Ihrer Sicht das Problem der aktuellen Umweltpolitik?

Sinn: Das Problem – das Paradoxon – ist das viele Gerede um eine Verschärfung der Umweltpolitik während der letzten 20 Jahre. Das hat dazu geführt, dass die Ölscheichs Angst bekommen und ihren Ölhahn weiter aufgedreht haben. Dadurch sind die Preise gesunken und der weltweite Verbrauch ist gestiegen. Folglich wird genau das Gegenteil von dem erreicht, was man eigentlich möchte: Es wird mehr CO2 ausgestoßen, statt weniger.

Haben Sie dafür Belege?

Sinn: Die Öl-, Kohle- und Gaspreise sind heute in realer Rechnung nicht höher als 1980. Gleichzeitig stiegen Extraktion und Verbrauch von fossilem Kohlenstoff exponentiell, und all dieser Kohlenstoff landete in der Atmosphäre. Das ist eine pathologische Entwicklung. Ich führe sie auf die wachsende politische Unsicherheit in den Ressourcenländern zurück, die eine hohe Enteignungsgefahr für die im Boden belassenen Ressourcen bedeutete und den Ressourceneigentümern Anlass gegeben hat, ihr Vermögen durch schnellere Extraktion in Sicherheit zu bringen. Die immer grüner werdende Politik hat diesen Effekt nur noch verstärkt, weil die Erwartung einer Zerstörung der zukünftigen Ressourcenmärkte, die mit der grünen Diskussion verbunden war, ähnlich wie eine erwartete Enteignung gewirkt hat.


Sie haben einmal angemerkt, „wie viele meiner Landsleute denke und fühle ich grün.“ Ist es also nicht gut, dass Deutschland beim Klimaschutz mit gutem Beispiel vorangeht, da mit andere Länder möglicherweise folgen?

Sinn: Warum sollten sie folgen? Im Moment ist es doch so: Was hierzulande eingespart wird, wird anderswo mehr verbraucht. Und außerdem wird von anderen das verbraucht, was wegen unseres grünen Säbelrasselns von den Ressourceneigentümern zusätzlich extrahiert wird. Die grüne Politik der Europäer hat die Kohlenstoffe auf den Weltmärkten so billig gemacht, dass es zu einer gewaltigen Aufblähung des Ressourcenverbrauchs gekommen ist. Die USA und China waren die großen Profiteure unserer Maßhaltepolitik. Dabei rede ich noch gar nicht von den Wechselwirkungen des europäischen Emissionshandels, der speziell die deutsche Politik zur Farce gemacht hat.

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