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18.12.2017, 10:02

„Wirtschaft und Bürger nicht mit grünen Träumen überfordern“

MÜNCHEN. - Bei der Vorstellung des 6. Energiewende-Monitorings der vbw- Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft erklärte deren Präsident Alfred Gaffal: „Die Energiewende steckt fest.“ Hauptpreistreiber sei die EEG-Umlage. Die Strompreise für Unternehmen und Haushalte lägen erheblich über dem Wert von 2008 und im internationalen Vergleich an der Spitze.

Die vbw wandte sich gegen weitere nationale Verschärfungen der deutschen Klimapolitik. Gaffal dazu: „Im Klimaschutzplan 2050 hat die Bundesregierung willkürlich tonnenscharfe Sektorziele gesetzt. Danach müssen die CO2-Emissionen bis 2030 im Vergleich zu 1990 um mindestens 55 Prozent gemindert werden. Eine Prüfung der technologischen und wirtschaftlichen Machbarkeit fehlt - ebenso die Angleichung an europäische Standards. Statt unsere Wirtschaft einseitig zu belasten, brauchen wir einen europäischen Energiebinnenmarkt mit gemeinsamen Regeln. Die Politik darf die Wirtschaft und die Bürger nicht mit grünen Träumen überfordern."

Nationale Alleingänge müssen nach Ansicht der vbw auch in der Automobil-Debatte vermieden werden: „Wir brauchen den Dieselantrieb gerade, um die Klimaziele zu erreichen“, betonte der vbw-Präsident. Er forderte zudem: „Die künftige Bundesregierung muss endlich die riesigen ungenutzten Einsparpotenziale bei den privaten Wohngebäuden erkennen. Obwohl die positive Wirkung der steuerlichen Abschreibung energetischer Sanierungsmaßnahmen unbestritten ist, treten wir auf der Stelle.“

Alfred Gaffal: „Die Energiewende steckt fest.“

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Kommentare


19.12.2017 17:13 Von: ein Leser Lauter Lobbyisten am grünen Zukunftwahn. Lesen sie das Buch ( Hauptstadt)
von Robert Menassra.(ein Schwein geht durch die Stadt).