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22.11.2017, 07:44

Raffinerien sind bedeutender Wirtschaftsfaktor

BERLIN. – Dank guter Konjunktur in Deutschland legte der Inlandsabsatz an Mineralölprodukten im Jahr 2016 um 1,5 Prozent von 102 auf 103,6 Millionen Tonnen zu. Der Anteil des Mineralöls am gesamten Energieverbrauch in Deutschland lag mit 34,0 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres (33,9 Prozent). Damit bleibt Mineralöl der wichtigste Energieträger in Deutschland. Das geht aus dem aktuellen Jahresbericht 2017 des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV) hervor.

In den Zahlen zeigt sich die Bedeutung flüssiger Energieträger für das wirtschaftlich aktuell starke und florierende Deutschland. Besonders der Absatz von Diesel legte zu. Zu den Gründen zählen die rege Bau- und Speditionstätigkeit in Deutschland. Der Absatzzuwachs betrug 3,1 Prozent auf 37,9 Millionen Tonnen. Darin enthalten sind 5,8 Prozent Biodiesel; der Biodiesel-Absatz stieg dabei um 0,2 Prozent gegenüber 2015.

Der Absatz von Benzin erreichte mit 18,2 Millionen Tonnen wieder seinen Vorjahreswert, dasselbe gilt für den Anteil von Bioethanol im Benzin mit 6,4 Prozent.

Ein besonderer Fokus des MWV-Jahresberichts liegt auf der Bedeutung der Raffinerien in Deutschland. MWV-Hauptgeschäftsführer Christian Küchen: „Kein Tag vergeht, an dem wir nicht mit Raffinerieprodukten zu tun haben, sei es beim Tanken, Heizen oder bei tausenden anderen Dingen, die wir jeden Tag nutzen, etwa aus der Kunststoffverarbeitung. Raffinerien sind Stützpfeiler der regionalen Wirtschaft. Zusammen mit der chemischen Industrie schaffen sie in ganz Deutschland 250.000 Arbeitsplätze, bilden die Grundlage für eine Wertschöpfung von rund 19 Milliarden Euro pro Jahr, und sie sind im internationalen Vergleich besonders umweltfreundlich. Diese Standortvorteile dürfen wir nicht aufs Spiel setzen.“

Ein eigenes Kapitel ist der Zukunft flüssiger Kraft- und Brennstoffe gewidmet. „Perspektivisch können aus erneuerbarem Strom, aus Wasser und CO2 leicht transportable Kraft- und Brennstoffe hergestellt werden, die einschließlich Herstellung und Nutzung vollständig klimaneutral sind. Im Gegensatz zu einer vollelektrischen Energiewelt können dann die bewährten Antriebstechnologien und Versorgungsstrukturen weiter genutzt werden. Dies bedeutet auch erhebliche Kosteneinsparungen“, erläutert Küchen.

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