empfehlen drucken kommentieren
20.03.2017, 09:16

Heizungsindustrie mit Lösungen für den Klimaschutz

BERLIN/KÖLN/FRANKFURT. - „Die Politik setzt ambitionierte Klimaschutzziele, die deutsche Heizungsindustrie liefert die Lösungen“, so Manfred Greis, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH). „Die internationale Leistungsshow für Heizungs-Hightech made in Germany, die ISH Energy, bot auch in diesem Jahr konkrete Konzepte für die geplante Sektorkopplung“.

Greis nennt hocheffiziente Wärmepumpen und hybride Systeme, die eine Wärmepumpe mit einem hocheffizienten Brennwertgerät kombinieren. Damit können Spitzenlasten in Phasen geringer Sonnen- und Windenergie mit gasförmigen oder flüssigen Brennstoffen effizient abgedeckt werden. Auch PV-Anlagen in Kombination mit Batteriespeichern und Wärmepumpen können Gebäude weitgehend autark mit Wärme und Strom versorgen. Auch die auf der Energy 2017 gezeigten effizienten Brennstoffzellen koppeln durch gleichzeitige Erzeugung durch Strom und Wärme ebenso diese Sektoren und entlasten die Netze.

Breiter Energiemix statt „all electric“

„Das 7. Technologie- und Energie-Forum der ISH Energy 2017, organisiert von BDH und Messe Frankfurt und unter der Schirmherrschaft von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries, betrachtete nicht nur effiziente Anlagentechnik, sondern auch den Status und die Entwicklung des Energiemixes im Wärmemarkt“, ergänzt Greis und weist darauf hin, dass „gasförmige und flüssige Brennstoffe mit wachsendem Anteil an Power-to-X auch in Zukunft eine wichtige Rolle im Wärmemarkt spielen werden“.

Sie dienten in Ergänzung zu dem zukünftig deutlich höheren Angebot an Strom aus erneuerbaren Quellen der Deckung der Spitzenlastnachfrage in Phasen der kalten dunklen Flaute. Greis richtete an die Politik die Erwartung, auch künftig auf Technologieoffenheit zu setzen, um die ganze Innovationskraft der Industrie für den Erfolg der Energiewende zu nutzen.

Der Abteilungsleiter im Bundeswirtschaftsministerium Thorsten Herdan, zuständig für Wärme und Effizienz, betrachtet den Wärmemarkt als Schlüsselbereich für eine erfolgreiche Energiewende und den Klimaschutz. „Natürlich werden wir in Zukunft das zu erwartende höhere Aufkommen an Strom aus erneuerbaren Energien verstärkt auch im Wärmemarkt nutzen. Im Sinne einer erfolgreichen Sektorkopplung ist es erfreulich, dass die deutsche Heizungsindustrie auf der ISH 2017 bereits konkrete technische Umsetzungen für diese engere Verknüpfung zwischen Strom und Wärme zeigte“.

Iris Jeglitza, Geschäftsleitung Messe Frankfurt, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Buchungsstand und dem Verlauf der ISH. Die ISH Energy 2017 stehe zu recht unter dem Claim 'we have the solution'. Für die nationalen und internationalen Fachbesucher der Messe biete die Heizungsindustrie optimale technische Lösungen. Zugleich sei die ISH 2017 die weltweit wichtigste Veranstaltung für die Präsentation von Innovationen. Jeglitza verwies diesbezüglich auf Brennstoffzellen-Heizung, hybride Systeme und die Digitalisierung der Heiztechnik.

«zurück

Neuen Kommentar hinzufügen

Bitte beachten Sie, dass in Ihrem Kommentar aus sicherheits- und datenschutzrechtlichen Gründen keine Links platziert werden können.

Kommentare


Es wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt.