ESCHBORN. - Erste Trenddaten für die Energieverbrauchsstudie „Energiekennwerte 2012“ des Energiemanagers Techem bestätigen die Prognose vom Januar, wonach die Deutschen im Vorjahr deutlich Heizkosten einsparen konnten. Der Energieverbrauch für Raumheizung ist 2011 sowohl bei Heizöl, Erdgas als auch Fernwärme im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Durchschnittlich 18 Prozent weniger Energie haben die Deutschen im vergangenen Jahr für die Raumbeheizung aufwenden müssen.
Von den Einsparungen profitieren die Verbraucher aufgrund der Preisentwicklung bei den verschiedenen Energieträgern jedoch auf unterschiedliche Weise: So sparten Verbraucher, die mit Erdgas heizen, rund 13,5 Prozent an Heizkosten. Auch mit Fernwärme ließ sich sparen. Hier lagen die Kosten 2011 um mehr als acht Prozent unter denen von 2010. Bei Heizöl verpufften die Einsparungen im Verbrauch durch die hohen Brennstoffkosten. Deshalb zahlten die Verbraucher in 2011 hier ein Prozent mehr als 2010.
„Die günstigste und umweltfreundlichste Energie ist die, die gar nicht erst verbraucht wird“, kommentiert Lothar Schäfer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Techem Energy Services GmbH den positiven Trend der Energiekostenentwicklung. „Bereits Maßnahmen mit geringem Investitionsaufwand verbessern die Energiebilanz von Bestandsgebäuden. Investitionen von zwei bis fünf Euro pro Quadratmeter Wohnfläche lösen im Mittel Energieeinsparungen von zehn Prozent aus.“
Studien haben zudem gezeigt, so Techem, dass rund 90 Prozent aller Heizanlagen im Wohnungsbestand durch überdimensionierte und veraltete Komponenten nicht im energetisch optimalen Bereich betrieben werden. Diese Schwachstellen können beispielsweise durch den Austausch von Pumpen und Ventilen sowie mit einer optimierten Betriebsführung beseitigt werden.
Die Wirksamkeit geringinvestiver Maßnahmen ist signifikant, wird jedoch unterschätzt: Investitionen von zwei bis fünf Euro pro Quadratmeter Wohnfläche lösen im Mittel Energieeinsparungen von 10 Prozent aus. Anders als aufwendige Sanierungsmaßnahmen, die ohnehin pro Jahr nur an ein bis zwei Prozent der Gebäude durchgeführt werden, sind geringinvestive Maßnahmen speziell im Mietwohnbereich attraktiv weil sozial verträglich. Bei geringem Mitteleinsatz und zweistelligen Energieeinsparungen rechnen sich solche Maßnahmen bereits nach wenigen Jahren.

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Kommentare
11.05.2012 12:03 Von: Die Redaktion Sehr geherter Herr Frischholz,
mit den Preissteigerungen beiÖl und Gas haben Sie recht. Jedoch müssen Sie auch den Verbrauch beachten. Beim Heizöl ist er, analog unseren monatlichen Erhebungen zum Verbrauch, deutlich stärker zurückgegangen, als dies die Witterung vermuten ließ. Dies läßt sich wie folgt erklären: Die Leute sparen Brennstoffe durch Technologie ein (entweder neue Kessel oder Dämmung, aufgrund der geringen Sanierungsquote zu vernachlässigen) oder sie heizen weniger (dieses Phänomen wurde uns vielfach geschildert). Deswegen kann die Techem-Prognose als Richtlinie gsanz gut stimmen. Zudem darf der Vergleich zu 2010 nicht vergessen werden, auf den sich die Zahlen letztlich beziehen. Es war das mit Abstand kälteste Jahr seit langer Zeit. Allein das verursachte damals exorbitante Heizkosten.
10.05.2012 9:37 Von: Karl Frischholz karl-frischholz@web.de Deutsche sparen rund 18 % Heizkosten - Kann das richtig sein?
Im GEB-Newsletter 09-2012 vom 24.04.2012 steht zu lesen, dass der Heizölverbrauch in der HP 2011 / 2012 zwar um 9 % gesunken ist, die Verbrauchskostensteigerung auf Grund der Preiserhöhungen bei Öl aber 40 % beträgt.
Der Gasbezug hat sich um 8 % verteuert und die Verbrauchskosten sind auf Grund der milden Witterung nur leicht gesunken.
Quelle Verivox - was stiimmt?
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