Die Temperatur vorgewärmten Heizöls liegt bei 65 bis 70 °C. Vor der Vorwärmung kann sie, abhängig von den Bedingungen der Lagerung, sehr unterschiedlich sein, und damit sind wir schon beim Grund für die Vorwärmung.
Der Ölvorwärmer sorgt für eine ziemlich gleich bleibende Viskosität, Dichte und Oberflächenspannung des zur Düse fließenden Heizöls. Das heißt, das Öl wird düsenfreundlich „genormt“. Außerdem wird es feiner zerstäubt: Die Tröpfen des warmen Ölnebels haben einen Durchmesser von weniger als 0,003 Millimetern (< 3/1000 mm). Dies wiederum verbessert das Zündverhalten des Sprühnebels. Daraus resultieren dann ein sehr stabiles Flammenbild, eine ruhige, rußfreie Verbrennung und geringere Brennergeräusche.
Je niedriger die Abgastemperatur ist, desto weniger Energie geht durch den Schornstein bzw. das Abgassystem verloren. Jedoch: Eine bestimmte Mindesttemperatur muss das Abgas schon haben. Wegen des notwendigen Auftriebs des Abgases und - beim vorhandenen, gemauerten Schornstein - um eine dauerhafte, den Schornstein schädigende Unterschreitung des Taupunktes zu vermeiden.
Bei einem Oldtimer (Standardkessel) kann die Abgastemperatur 240 und mehr Grad Celsius betragen, bei einem Niedertemperaturkessel um die 160 °C. Bei einem Brennwertkessel liegt sie bei 50 bis 60 °C.
Quantitativ geht es um 0,3 bis 0,7 Liter Kondensat pro Liter Heizöl – eine ganz schöne Menge. In das Abwassersystem eines Hauses darf es nur dann ohne Behandlung geleitet werden, wenn schwefelarmes Heizöl eingesetzt wurde.
Bei Standard-Heizöl ist das Kondensat stark sauer, weil diese - aus dem Markt verschwindende - Heizölqualität relativ viel Schwefel enthält, der zu Schwefeldioxid verbrennt. (Siehe dazu die Frage „Wie lange wird es noch Standard-Heizöl geben?)
Schwefeldioxid und Wasserdampf bilden eine aggressive Schwefelsäure, die mit Kalksteingranulat neutralisiert werden muss, bevor sie in das häusliche Abwassersystem eingeleitet werden kann.
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